Verbote Liebe
„Tschüss, Mama. Bis später“, sagte ich zu meiner Mutter, als ich gerade aus unseren kleinen 2-Zimmer-Wohnungspazierte.Ich war auf dem Weg zu dem nahegelegenen Wald, um dort meinen Freund Leonard zu treffen. Wieso wir uns im Wald treffen Und nicht zum Beispiel in einer Eisdiele? Das ist einfach zu erklären: Leonards Eltern sind Millionäre und gegen unsere Beziehung, weil meine Mutter bei ihnen putzt und noch dazu alleinerziehend ist. Die beiden meinen, dass wenn Leonard mit der Tochter der Putzfrau zusammen ist, habe ihre Familie keinen guten Ruf mehr. Doch das interessiert uns nicht, denn wir lieben uns und Leonards Eltern schweißen Leonard und mich nur noch mehr zusammen…
Endlich kam ich an der Waldparkbank, wo mein Freund schon auf mich wartete. “Hey, mein Engel“, sagte er liebevoll und gab mir einen kleinen Kuss auf die Nase. „Na? Wie geht es dir und haben deine Eltern eigentlich letzte Woche gemerkt, dass du nicht bei der Nachhilfe warst?“, flüsterte ich ihm leise ins Ohr, als ob ich Angst hätte, dass jemand in diesem kleinen, verlassenen Wald uns hören könnte. Leonard schaute mir in die Augen und antwortete fast genauso leise: „Mir geht’s gut und nein, meine Eltern haben nichts gemerkt. Die sind so doof und denken seit Monaten, dass ich jeden Mittwoch zur Nachhilfe gehe.“ „Ja, das ist wirklich doof. Aber ich habe da mal so eine Frage.“, sagte ich lachend. „Mhmmm…was ist denn, Miriam?“, hakte Leonard nach und ich sagte zu ihm:“ Also meine Mutter hat gesagt, dass sie am Samstag mit meinen Brüdern zu meiner Tante aufs Land fährt und die drei bleiben bis Sonntag. Naja und auf jeden Fall hat sie dann gemeint, dass du dann von Samstag auf Sonntag bei mir schlafen dürftest. Möchtest du?““ Ja, liebend gern, doch was soll ich meinen Eltern erzählen?“, antwortete Leonard.“ Ich weiß, dass du das nicht hören möchtest, doch wäre das so schlimm, wenn du deinen Eltern von uns erzählst?“, meinte ich etwas traurig, weil ich .keine Lust mehr auf dieses Versteckspiel hatte. Obwohl ich mit einer Antwort nicht rechnete, sagte er plötzlich:“ Du hast recht, ehrlich gesagt nervt diese Heimlichtuerei.““ Was!“, schrie ich ungläubig. „Du hast schon richtig gehört! Ich sage es ihnen und ich weiß auch schon wann, aber du musst mitkommen. Einverstanden?“, sagte Leo ernst. Ich war etwas unschlüssig, doch meinte schließlich:“ Naja, ok, ich gehe mit dir, aber wann hast du „das“ denn vor?““ Meine Eltern haben morgen frei, weil die abends Nachtschicht im Krankenhaus haben. Also komm so um 13 Uhr zu mir. Du weißt ja wo ich wohne.“, sagte er bestimmend, aber süß. „Das ist alles schön und gut, doch du solltest jetzt gehen, da deine „Nachhilfe“ schon seit 10 Minuten vorbei ist.“, meinte ich zu Leonard und dieser schrie dann auch: „Scheiße, ich muss. Tschau. Lieb dich.“ Leonard gab mir noch schnell einen Kuss auf die Wange und raste dann davon. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich auf den Weg nach hause zu machen. Die ganze Zeit dachte ich über das Treffen morgen mit Leonards Eltern nach…
…Ich war total aufgeregt als ich zu Leons Haus ging. Mein Herz pochte laut und ich zitterte an meinem ganzen Körper. Nach gefühlten 10 Stunden gehen kam ich an meinem Ziel an -Leonards Haus. Leo wartete schon vor dem Haus auf mich, denn wir hatten abends am Tag zuvor am Telefon ausgemacht, dass wir zusammen in die Höhle des Löwen gehen. „Na, Engel hast du auch solche Angst wie ich?“, fragte er mich und ich antwortete ihm: „Angst ist untertrieben!“. „Komm, lass uns reingehen! Meine Eltern erwarten uns schon. Ich habe ihnen erzählt, dass ich eine Freundin habe und dass ich sie heute mitbringe, doch sie wissen nicht, dass du diese Freundin bist.“, erzählte mir Leonard und wir beide gingen zur Haustür. Leo hatte einen Schlüssel, weshalb wir nicht klingeln brauchen. Seine Eltern saßen im Wohnzimmer und bemerkten uns erst nicht, doch dann drehten die beiden sich um und erkanten mich“ Leonard, was macht diese Göre denn hier?“, schrie Leos Muter Anja empört. „Das ist Miriam, meine Freundin und bevor ihr jetzt ausrastet, möchte ich euch nur sagen, dass ich sie liebe und ihr werdet mich und Miriam ganz sicher nicht auseinander bringen! Verstanden?“, sagte Leonard in so einem aggressiven Ton, dass ich selbst Angst bekam und das bekamen seine Eltern auch wohl, denn die beiden saßen einfach da und sagten nichts. Aber plötzlich meinte Leos Vater Gerd: „schatz, reg dich nicht auf. Wir wollen doch nur das Beste für dich. “Daraufhin sagte Leo in einem etwas ruhigeren Ton:, , Wenn ihr das Beste wollt, dann lasst mich Miriam sehen1 Und nur damit ihrs wisst: ich treff mich seit Monaten mit ihr immer wenn ich „Nachhilfe“ habe. Engelchen , komm wir gehen in mein Zimmer!“. Ab diesem Zeitpunkt sagten seine Eltern gar nichts mehr und wir beide machten uns auf den Weg ins Dachgeschoss, wo sich Leonards Zimmer befand. Sein Zimmer war riesig, fast dreimal so groß wie meins und dass teil ich mir noch mit meiner Schwester. „Denkst du sie akzeptieren unsere Beziehung jetzt?“, fragte ich ihn und Leonard antwortete :“ Ich denke, dass ich heut Abend noch mal eine richtige Moralpredigt vorgetragen bekommen werde, doch danach werden meine Eltern gar nichts mehr sagen. Schließlich müssen sie uns ja irgendwie akzeptieren. Dann gab er mir eine zarten Kuss auf den Mund und wir beide ließen uns auf sein Bett fallen, wo wir dann fast drei Stunden liegen blieben. Zum ersten mal seit dem Leonard und ich uns kannten fühlte ich mich richtig glücklich. Alles war perfekt, denn endlich wurde ich von Leos Eltern akzeptiert…na ja fast.
Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen!
Liebe Grüße, eure Mareike
Weitere Geschichten:
Schwarzfahrt zum Traummann von Patricia
Liebes Tagebuch von Amara
Das Problem von Angelina
Wer braucht schon Geld ...? von Carolin
Die Plage mit dem schlechten Gewissen von Carola
Fußball verbindet Menschen, Länder – und auch Arm und Reich! von Leonie
Ich will dein Geld – und deine Liebe von Krissi
Liebe, Leben, Peinlichkeiten von Lisa
IKEA-Geld(not) von Anne
Nur so von Kathi
Shoppingtour, Vatersuche und andere Katastrophen von Sanni
Geld ist nicht alles im Leben von Lisa
Wenn man arm ist, bekommt man eher einen Kuss von Annabell
Du hast auch Lust, uns Deine Geschichte zu schicken? Es muss keine Liebesgeschichte sein :o) Alle Geschichten sind willkommen. Wichtig ist nur, dass das Thema "Knete" (=Geld) vorkommt. Denn das ist das Thema des Schreibwettbewerbs.
Dann schick' Franka einfach per Mail Deine Geschichte bis 30.Juni 2010. Am besten als Word-Datei. Bitte normale Anführungszeichen setzen, wie in der Schule. Bitte einen Namen angeben, unter dem Deine Geschichte veröffentlicht werden soll.
Kennst Du schon unsere neue Website "Planet Girl". Dort gibt es Bücher NUR für Mädchen! Website unter www.planet-girl-verlag.de
© Thienemann Verlag - Impressum
