Wenn man Arm ist bekommt man eher ein Kuss
„Ich liebe mein Leben“ platzte es aus mir heraus, als ich zu meinen 14.Geburtstag
ein Gutschein von 30. Schuhe meiner Wahl von Jacks Schuhladen bekam. Meine Eltern
waren einfach die Besten. Leider hatte ich meine beste Freundin Lisa ganz vergessen.
Sie stand mit verschränkten Armen dar und versuchte krampfhaft zu lachen.
Lisa nannte unsere Familie Neureich, denn wir waren mal normal. Als meine Mutter
ihre Karriere als Sängerin anfing, hatten wir so viel Geld, dass wir nach München zogen
und meine Eltern eine Villa kauften. In der Schule lernte ich Lisa kennen und nach
kurzer Zeit stellten wir fest, dass wir Selen verwandte waren. Es gab nur ein Unterschied
sie ist arm und ich bin reich. Aber das hatte uns nie etwas ausgemacht.
Ich nahm Lisas arm und zog sie in mein Zimmer. „Was ist denn mit dir los“? fragte ich
sie gleich.“Ach.... Johanna ich halt das nicht mehr aus“! „Warum denn“? „Na ja weil
du so reiche Eltern hast“. „Aber das war doch noch nie ein Problem für dich“!
„Ich halt das einfach nicht mehr aus, dass du immer das bekommst was du willst“
Ich schaute sie an und stellte fest das sie gleich anfangen würde zu weinen. Ich musste
mir was einfallen lassen. Also überlegte ich wie ich sie aufheitern könnte. Auf einmal
fiel mir etwas ein. Ich wusste das Lisa Wetten liebte, also sagte ich zu ihr: „Wetten dass
ich drei Wochen wie du leben kann und in diesen drei Wochen sich ein Junge in mich
verliebt wird“? Natürlich hatte ich voll ins schwarze getroffen, weil Lisa keck
fragte: „Und was musst du machen wenn ich gewinne“? „Wenn du gewinnen solltest,
dann werde ich in meinen Schlafanzug zur Schule gehen.“ „Aber natürlich auch
andersrum“ lachte Lisa. „Aber erst müssen wir das mit unseren Eltern regeln“
Ich ging zur Tür, wollte sie aufmachen, aber mein Vater war schneller. „Hallo ihr beiden
ich wollte gerade zum Nachtdienst“. Das wahr meine Chance „Du Papa kann ich
für drei Woche bei Lisa wohnen“? Ich setzte mein süßestes Lächeln auf. Mein
Vater verstand gleich worum es ging und nickte nur. Ich gab ihn ein Kuss auf die
Wange und schon verschwand er. Mein Vater war echt der coolste auf der Welt.
„So“,sagte ich, „jetzt müssen wir nur noch deine Eltern überzeugen“. Natürlich waren
sie einverstanden. So das gleich am nächsten Tag losging. Als ich in Lisas zimmer
ankam sah ich mich um und stellte sofort fest das wir ein Betten Problem hatten.
Deshalb sagte ich schon leicht ängstlich: „Wo soll ich denn schlafen?“ Lisa lachte
los: „Wir holen später eine Luftmatratze aus dem Dachgeschoss.“ „Erst gehen wir
in der Küche und essen Bohneneintopf.“ In der Küche angekommen sah ich ein
schwarzhaarigen Jungen den Bohneneintopf in sich rein schlürfen plötzlich trafen sich
unsere Blicke, sofort merkte ich wie es in meinen Bauch kritzelte. Wir setzten uns auf
die Stühle und ich versuchte krampfhaft die Suppe zu essen. Plötzlich sagte Lisa: „Thomas
willst du nicht mal Johanna begrüßen, schließlich wohnt sie jetzt drei Wochen bei uns“ !
Er streckte die Hand zu mir aus und mir fiel bloß ein, hie zu sagen. Als wir fertig waren
gingen wir ins Dachgeschoss und holten die Luftmatratze. Ich dachte wir schafften das
nie, aber eine gute Stunde später war alles Schlaf bereit. Am Abend kam noch einmal
Thomas bei uns ins Zimmer und fragte warum ich, gleich noch mal drei Wochen bei
Lisa wohnen wollte, als ich das Wort Wette sagte verstand er alles und lud mich
zum Eis ein. „Warum lädt er nur dich ein“ fragte Lisa mich spät in der Nacht. „Weiss ich doch nicht, ich frag ihn einfach morgen“ Als ich am Nachmittag im Café
ankam, saß er schon da und winkte mir zu. Ich schaute ihn mir ganz in ruhe noch einmal
an und stellte fest das er unglaublich süß aussah. „Setz dich doch“ Ich hatte ganz vergessen
mich dabei zusetzen, er müsste mich jetzt bestimmt für bescheuert halten. Tat er aber
nicht, sondern lächelte mich an. „Willst du ein Eis“ Natürlich sagte ich ja und gleich
stand auch ein großer Eisbecher vor mir. Nachdem wir über uns erzählt hatten,
stellten ich fest das er wie Lisa war, super süß war er außerdem. Zum Abschied gab er
mir sogar ein Abschiedskuss auf die Wange. „Ich glaube da läuft was zwischen euch“
stellte Lisa fest. Es stimmte ich hatte mich richtig in ihn verliebt, denn wir waren
auch noch im Zoo und sogar in der Pizzeria.
„Du kannst es mir sagten,“ flehte Lisa mich an. Sollte ich oder nicht? Ich entschied
mich dass ich ihr alles beichten werden, aber erst in einer Woche. Ich spürte dass
Lisa enttäuscht war, aber sie musste warten schließlich hatte Thomas seine
Liebe noch nicht gestanden und vielleicht will er nur mein Kumpel sein. Ich
spürte heute musste er sich entscheiden, sonst würde ich es nicht mehr aushalten.
Und ich musste ihn gestehen das ich nicht arm bin sondern reich. Lisa hatte
nämlich nie ihrer Familie gesagt das ich reich bin. Um 11 Uhr abends schlich ich
mich in sein Zimmer und schüttelte ihn sanft,er wachte sofort auf und stand auf.
Ich flüsterte: „Ich muss mit dir reden, über uns“. Er verstand sofort was ich meinte
und zog sich schnell was drüber. Wir gingen Hand in Hand durch den Park und ich
erzählte in alles von meinen Gefühlen, Gedanken und wer ich wirklich bin.
Als wir am Ende des Parks waren gestand er auch seine Gefühle und
sagte er das er sich unsterblich in mich verliebt hatte und das es ihm egal war
ob ich nun reich oder arm bin, schließlich nahm er mich in den Arm und wir
küssten uns zärtlich. Als die Drei Wochen vorbei waren, war ich richtig glücklich
dass ich wieder unter meinen Dach war. Lisa hatte echt Augen gemacht was
hinter ihrem Rücken passiert war. Seit Thomas mein Freund war hat sich mein
Leben ziemlich verändert und das fand ich auch gut so. An einem Montag
kam wirklich Lisa im Schlafanzug in die Schule, da ich aber eine gute Freundin war,
hatte ich ihr von mir Sachen mitgebracht die sie anziehen konnte.
Annabell
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