Englisch lesen? Kein Problem! Franka stellt die neue Autorin der Reihe "Freche Mädchen – Easy Englisch! vor
Freche Mädchen – Easy English! heißt unsere neue Reihe, die Englisch mit Spaßfaktor garantiert! Die Bücher sind keine Übersetzungen, sondern eigens auf Englisch für die Reihe geschrieben. Das Englisch ist leicht verständlich und es gibt Vokabelhilfen auf jeder Seite. Außerdem lockern witzige Innenillustrationen das Ganze auf, so dass sich niemand mehr vor englischen Büchern fürchten muss.
Franka traf Joanna Thompson, die neue Autorin für die frechen englischen Mädchenbücher und hat sich mit ihr über Lieblingsbücher, übers Schreiben und über die Wahlheimat der Schottin unterhalten.
Wie finden Sie die frechen Mädchenbücher? Haben Sie so etwas in der Art auch gelesen?
Ich finde die Bücher super und hätte gerne in meiner „Jugend“ so etwas ähnliches gelesen. Leider gab's das in Schottland damals nicht. Ich habe deswegen sehr früh mit „Erwachsenenbüchern“ angefangen und sehr viele Krimis gelesen. So richtig angesprochen haben mich Geschichten über Mord, Erpressung und Betrug als Mädchen aus einem kleinen schottischen Dorf leider nicht ...
Was lesen Sie heute? Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ich habe früher super gerne Romane gelesen, aber jetzt als Mutter zweier Kinder lese ich eher Sachbücher. Ich kann nicht erklären warum – vielleicht ist der Alltag mit Kindern dramatisch genug! Mein Lieblingsbuch? Wahrscheinlich „Portrait of a Lady“ von Henry James.
Wie kamen Sie zu den „frechen Mädchen“?
Ein Freund von mir schreibt auch Bücher für Thienemann. Ich fand seine Bücher immer toll und irgendwann hat er vorgeschlagen, dass ich es auch mit dem Schreiben probieren sollte ...
Sie kommen aus Schottland, was hat Sie nach Berlin gelockt?
Berlin hat mich nach Berlin gelockt. Ich träumte immer – ein bisschen wie Emily, die Heldin meiner Geschichten – von den Großstädten dieser Welt. Ich kam Anfang zwanzig zum ersten Mal nach Berlin und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich bekam dann später eine Chance hier zu arbeiten, und habe sofort zugesagt. Und irgendwann lernte ich meinen Mann kennen... und so bin ich hier geblieben. So einfach war's.
Haben Sie Kinder?
Zwei, ein Junge (fast sechs) und ein Mädchen, die gerade drei geworden ist. Die sind, natürlich toll und perfekt usw. Sie wachsen, wie Emily, zweisprachig auf und das ist wirklich faszinierend ...
Wie finden Sie die Themen für Ihre Bücher?
Na ja, in den „Girls School“ Büchern steckt schon eine Menge meiner eigenen Jugend und Schulzeit drin! Außerdem bin ich wahnsinnig neugierig und lausche gerne. Ich bin neulich unfreiwillige Zeugin eines Gespräch zwischen drei Mädels über die Inhalte von Fischstäbchen geworden und ich habe mich köstlich darüber amüsiert. In Berlin gibt’s immer eine Menge zu belauschen.
Was machen Sie, wenn Sie ein Buch fertig geschrieben haben?
Ich weine vor Freude und mache einen langen Spaziergang – endlich wieder frische Luft!
Können Sie vom Bücher schreiben leben?
Irgendwie lebe ich schon vom Schreiben, weil ich auch als Übersetzerin arbeite. Man muss das Schreiben aber lieben, denn reich wird man davon leider meist nicht. Außer wenn man JK Rowling heißt. Wir haben übrigens Edinburgh in der gleichen Nachbarschaft gewohnt, aber da enden natürlich unsere Ähnlichkeiten.
Haben Sie Hobbys?
Ha! Als berufstätige Mutter erinnere ich mich leider nur dunkel an das Konzept von „Freizeit“. Ich gehe eigentlich wahnsinnig gerne ins Kino und zu Konzerten ...aber nicht oft genug.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Es gibt eine schottische Köstlichkeit – „deep fried pizza“. Kurz gesagt, ist das eine billige Tiefkühlpizza, die für ein paar Minuten in der Friteuse schwimmt.
Kriegt man in jedem gut geführten Fish 'n' Chips Shop in meinem Mutterland. Pommes dazu sind Pflicht. Hat ungefähr 67,896 Kalorien und kann man nur drei Mal im Jahr essen, da es sich direkt in den Arterien anlagert. Aber es schmeckt leckerrrrrr ...
Was können Sie nicht ausstehen?
Das Gefühl, irgendwo Nachts in Berlin sitzt und unbedingt eine Deep Fried Pizza essen zu wollen und zu wissen, dass der nächste richtige Fish 'n' Chips Shop ungefähr 5.000 km entfernt liegt.
Wie würden Sie sich beschreiben?
Ungeduldig, intolerant und kurzsichtig. 1.65 m.
Wenn Sie auf eine einsame Insel gingen, welche drei Dinge würden Sie auf jeden Fall mitnehmen?
Ich kann mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als dort alleine zu sein, auch weil ich keine „survival skills“ beherrsche. Ich würde mir deshalb meine drei Freundinnnen dazu wünschen: Siri, die ist Ärztin und könnte dann so wie „Jack“ aus der Fernsehnserie „Lost“ sein und Beine amputieren/Gift aus Schultern aussaugen. Meine Freundin Kim kennt sich sehr gut in der Natur aus – „Das ist ein Baum, das können wir essen, das können wir nicht“ usw. Und meine Freundin Betti, weil sie immer locker und pragmatisch ist und an unserer „Rettungsstrategie“ arbeiten könnte. Und mit 1.80 m könnte sie auch Obst von den oberen Ästen pflücken. Ihr seht, ich bin bereit.
Welche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen?
Der ist leider schon längst tot – am liebsten hätte ich den Kosmonauten Yuri Gagarin kennengelernt. Die Chancen stehen eher schlecht.
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