Großes Kiki-Special: Die Chaosqueen über Schule, Freundinnen, Zickenstoff und Träume

Bianka Minte-KönigFrage: Frau Minte-König, neben den drei Filmstars Hanna, Mila und Kati, ist Kiki ihr erfolgreichstes „freches Mädchen“. Wie erklären Sie sich das?

Bianka Minte-König:
Kiki ist in der Tat eine der beliebtesten Heldinnen der Reihe Freche Mädchen- Freche Bücher. Ich glaube, es liegt daran, dass ich als Autorin Kiki selber so sehr liebe. Über ihr Leben zu schreiben, macht mir unglaublich viel Spaß und
mit jedem neuen Buch, wächst sie mir mehr ans Herz. Es ist einfach liebenswert, wie sie sich tapfer und teilweise chaotisch durch die Katastrophen der Pubertät und der großen Gefühle dieses Lebensabschnitts schlägt. Freundschaft, Liebe, Familie, Schule, ja sogar das Modeln und Popstars fordern sie heraus und sie hebt niemals ab, sondern bleibt das Mädchen von nebenan, mit dem ihre Freunde Pferde stehlen könnten… oder Hunde… aber den hat sie ja schon.

Frage:
Was macht Kikis Charakter und ihr Leben denn so besonders und für Leserinnen so spannend und lustig?

Bianka Minte-König:
Das lassen wir sie und ihre Freunde doch am besten selber erzählen:

Kiki, die Chaosqueen stellt sich vor

KikiIch bin Kiki Siebert, man kennt mich allgemein nur als Katastrophenqueen, das liegt wohl daran, dass ich statt mit Weihwasser mit Chaosbrause getauft worden bin. Jedenfalls behaupten das meine Eltern, Es könnte aber auch an den Genen liegen, denke ich mal so, denn meine Eltern sind manchmal auch ganz schön katastrophal.
Mein Vater war viele Jahre undestagsabgeordneter, was an sich schon eine Katastrophe war. Allerdings wohnte er deshalb den größten Teil der Woche in Berlin, was wiederum entspannend war. Nun lebt er wieder bei uns und terrorisiert die Familie mit seinen Vorstellungen von einem ordentlichen Familienleben und anständigen Kindern, die ihre Tage mit dem Lernen für die Schule verbringen. Ich habe ja auch sonst nix zu tun! Tzzzz!
Meine Mutter ist da entspannter. Sie arbeitet in einer Werbeagentur und ist damit eigentlich voll ausgelastet. Das merkt man unserem Haushalt gelegentlich an. Aber sie ist bei allem Chaos immer für mich da. Außerdem habe ich noch einen jüngeren Bruder, den Scherzkeks, der ist, auch wenn er manchmal nervt, ziemlich okay.
Dann gibt es noch unsere Mischlingshündin Schnuffel, meinen Seelentröster. Wenn ich Frust habe und den Blues schiebe, dann schiebe ich einfach mal mit ihr um den Baggersee, setzte mich auf meinen Frustfelsen dort und bald geht es mir wieder besser.
Ich bin blond und blauäugig und habe keine Problemfigur. Ein Kind von Traurigkeit bin ich nicht. Wo was los ist, bin auch ich anzutreffen. Wenn mir was nicht passt, sage ich es meistens sofort und da meine Emotionen ziemlich stark sind, geht ab und zu mein Temperament mit mir durch. Auf der Achterbahn meines Lebens geht es im Moment steil bergauf und das Tollste ist: Ich bin absolut schwindelfrei!

Mein Lieblingsessen: von Mama gekocht, MCBurger und Vanille-Kaffee
Meine Lieblingsklamotten: Jeans, Sommerkleider, Chucks und alle tollen Partyklamotten mit Highheels vom Designer Outlet
Mein Lieblingssport: Bootfahren mit Benni
Mein Lieblingshobby: Videofilme machen, ins Kino gehen, Modeln, Tierschutz und PARTYMACHEN

Das denken meine Eltern von mir:
Mama:
„Das legt sich, Kiki, mit den Katastrophen, wenn du innerlich mehr zur Ruhe gekommen bist. Spätestens zum Ende der Pubertät.“
Papa: „Wenn du dir wirklich Mühe geben würdest, würde das auch in der Schule Erfolg zeigen. Du konzentrierst dich nicht genug auf die wichtigen Dinge in deinem Leben. Die Versetzung geht vor.
„Schulerfolg ist keine Frage von Intelligenz, Kiki, daran sollte es dir nicht mangeln, sondern von Disziplin. Du musst dich eben auch mal unterordnen und in die Gemeinschaft einfügen.“

Und das meint mein Bruder der Scherzkeks: „Dann schleim du doch bei Papa auch mal ein bisschen… der Zweck heiligt die Mittel ...doch musst du machen, sonst erreichst du bei dem gar nichts... jedenfalls nicht mit Zickerei!“
„Nur der Listige kommt durch' s Leben.“

Kiki über Schule, Freundinnen und Freund