
Wiedersehen macht Freude!
Ich sitze gerade im Flugzeug nach Mallorca. Urlaub auf Mallorca wäre ja ganz schön, wenn nicht meine nervigen Eltern neben mir säßen und meinen kleinen Bruder zu trösten versuchten, der alle Leute zusammenschreit nur weil er nicht einschlafen kann. Ich denke mir nur: „Na das kann ja heiter werden,“ als aus den Lautsprechern ertönt dass sich alle Fluggäste anschnallen sollen, da wir bald landen werden.
Gleich am ersten Abend schlägt meine Mutter vor einen abendlichen Spaziergang ans Meer machen. Na toll! Alle stimmen begeistert zu nur ich nicht. Zum Glück darf ich im Hotelzimmer bleiben. Aber schon nach kurzer Zeit wird mir langweilig und ich beschließe das Hotel zu erkunden. Ich schnappte meine Jacke, fahre mit dem Aufzug ins Erdgeschoss und will gerade zum Pool laufen, als ich von einem süßen Jungen angerempelt werde. „Hey, kannst du nicht aufpassen,“ rufe ich wütend, aber der Junge ist schon weg. Jetzt hatte ich aber erst einmal Durst und ging zur Bar. Ich bestellte mir eine Cola. Nachdem sie leer war lief ich wieder zurück ins Zimmer.
Oben angekommen, schmiss ich mich aufs Bett. Aua“, ich sprang auf. Irgendetwas hatte mich in die Seite gepikst. Ich schaute in meiner Jackentasche nach und fand einen Brief. Ich öffnete ihn. Was darin stand, erfreute mich sehr! 16.00 Uhr Lobby, Love you, Mr.X.
Ich war total glücklich, denn es war mein erster Liebesbrief. Nur leider wusste ich nicht von wem! Ich beschloss, trotzdem hinzugehen und schlief ein.
Am nächsten morgen war ich total aufgeregt, meine Familie lag am Pool und ich begab mich in die Lobby. Ich traute meinen Augen nicht. Da stand der süße Typ aus dem Aufzug und winkte mir zu. Langsam ging ich zu ihm. Meine Knie zitterten. „Hey“, sagte der Junge, „ich heiße Sven!“ Ich stammelte: „Verena“. Mehr brachte ich nicht heraus. Sven fragte ob wir einen Spaziergang ans Meer machen wollten. Ich nickte stumm. Schweigend gingen wir nebeneinander her bis er nach vorne zeigte und sagte: „Da vorne, siehst du das Meer?“ „Ja, schön!“, antwortete ich. Aber statt zum Meer zu gehen, bogen wir in eine kleine Gasse ein, er nahm meine Hand und zog mich hinter sich her. „ Wohin gehen wir“, fragte ich. „Überraschung“ meinte er lächelnd. Jetzt ließ er meine Hand los und verdeckte mir mit seinen Händen die Augen. Dann blieb er stehen. Als er die Hände weg nahm sah ich vor mir das Meer, den Strand und das Hotel. Bevor ich etwas sagen konnte drehte er sich um und gab mir einen Kuss. Ich erwiderte seinen Kuss. Von mir aus hätte ich ihn ewig küssen können wenn er nicht plötzlich gesagt hätte: „Mist, ich muss zurück ins Hotel“, und gemeinsam rannten wir den ganzen Weg zurück. Vor dem Hotel umarmte er mich und fragte: „Sehen wir uns morgen?“ Ich nickte.
Schon gleich beim Frühstück sahen wir uns wieder. Wir vereinbarten ein Treffen um halb elf am Hafen. Dort wollte er mir etwas zeigen. Zum Glück hatten meine Eltern nichts dagegen und ich lief los Richtung Hafen. Ich ließ meinen Blick über die Schiffe gleiten, aber nirgendwo sah ich Sven. Plötzlich wurde ich von hinten umarmt. Ich wusste sofort wer es war, drehte mich um und gab ihm einen Kuss. Wir liefen zu einer Yacht und er schlug vor, dass wir eine kleine Tour mit der Yacht seines Onkels machen. Ich war einverstanden. Ich fragte ihn ob wir das durften und er beruhigte mich in dem er sagte er könne mit der Yacht fahren und es wäre schon alles mit seinem Onkel geklärt. Die Fahrt war sehr toll, ab und zu haben wir Pausen gemacht und er hat mir was erzählt.
Leider kam der Tag meiner Abreise immer näher. Am vorletzten Abend machten wir einen Spaziergang über den Markt und er schenkte mir ein Herz aus Holz. Ich steckte es in meine Hosentasche. Wir suchten uns ein einsames Plätzchen und genossen die Zweisamkeit. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und er erzählte mir dass sein Onkel viele Yachtausflüge mit ihm macht und sie vielleicht einmal nach Deutschland fahren können. Auf dem Rückweg gingen wir den Meerweg entlang. Er nahm meine Hand und wir küssten uns noch einmal, bevor wir die lange Treppe zum Hotel raufgingen.
Am letzen Tag war ich sehr traurig, weil ich ihn den ganzen Tag noch nicht gesehen hatte. Schweigend packte ich meine Koffer und lud ihn in den Bus indem wir zum Flughafen gebracht wurden ein. Ich sagte zu meiner Familie, dass ich noch einmal durchs Hotel laufe. Natürlich hoffte ich dass ich Sven noch einmal sehen könnte. Leider fand ich ihn nicht und mir blieb nichts anderes übrig als zu meiner Familie zurückzukehren. Kaum war ich da fuhr der Bus auch schon los. Ich konnte mich noch nicht mal mehr von Sven verabschieden.
Am Flughafen angekommen stellen wir uns zum Check-In an. Und da sah ich Sven wie er mir zuwinkte. Ich sagte zu Mama dass ich mal schnell auf die Toilette müsste und rannte los. Mitten in Svens Arme. Ich heulte Freudentränen so glücklich war ich ihn zusehen. Er zog mich hinter eine Mauer und wir küssten uns noch mal. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, nur leider mussten wir uns ja verabschieden. Er gab mir ein flaches Päckchen und meinte: „Öffne es erst wenn du zuhause bist!“ Er küsste mich noch einmal und schob mich dann in Richtung meiner Familie. „Tschüss“, sagte ich traurig. „Tschüss“, antwortete er. Dann ging ich zurück zu meiner Familie.
Zuhause angekommen riss ich sofort den Brief auf:
Liebe Verena,
die Ferien mir dir waren echt super!
Du bist die beste Freundin die ich je hatte.
Ich möchte dich nicht verlieren, darum komme
ich bald mit meinem Onkel zu dir nach Deutschland.
Damit du die Zeit bis dahin überlebst steht hinten auf
dem Brief meine Adresse. Du kannst mir schreiben wann
du willst. Ich habe auch ein Foto von uns mitgeschickt, als Erinnerung!
Dein Sven
P.S. Ich liebe dich!
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